Im Gegensatz zum klassischen Raubfischangeln kommt der Schnur und nicht dem Köder die treibende Kraft zu. Die Schnüre sind dick und schwer — sie sind gut sichtbar. So kann man sie durch bestimmte Vor- und Rückwärtsbewegungen in der Luft halten und dabei immer im Auge behalten.
Man gibt von einer speziellen Rolle mit der Hand immer mehr Schnur, so dass man immer größere Distanzen anwerfen kann.
Ein echter Fliegenfischer macht ähnlich dem Protagonisten aus dem Film “Aus der Mitte entspringt ein Fluss” keinen Unterschied zwischen Religion und seiner Leidenschaft. Beim Fliegenfischen geht es um mehr als nur um den Fischfang. Es geht um die Befreiung des Geistes durch die Konzentration auf das wesentliche Element unserer Existenz – die Natur.
Das Fliegenfischen hat es allen Naturliebhabern angetan. Nicht nur Angler träumen von einem Lachs, den sie mit einer Fliegenrute fangen. Selbst diejenigen, die das Fischen etwa genauso spannend finden, wie Rennfahrer das Stricken, lassen sich von der Leichtigkeit und Schönheit dieser Angelmethode begeistern.
Am 12.September 2026 fand der Praxiskurs „Fliegenfischen für Einsteiger“ des Verbands Hessischer Fischer statt.
Unter der fachkundigen Anleitung von Vincent Feiser erhielten die Teilnehmer zunächst eine umfassende Einführung in die Grundlagen des Fliegenfischens.
Im theoretischen Teil standen unter anderem die Fragen „Was ist Fliegenfischen?“, Insekten- und Gerätekunde sowie das richtige Verhalten am Gewässer auf dem Programm.
Auch die verschiedenen Wurftechniken wurden theoretisch vermittelt.
In der Praxis lernten die Teilnehmer wichtige Knoten und Verbindungen – von der Fliegenschnur zum Vorfach und vom Vorfach zur Fliege. Außerdem montierten sie ihre Fliegenruten, die vom Verband zur Verfügung gestellt wurden und lernten dabei Schritt für Schritt den richtigen Aufbau und die Montage des Geräts.
Anschließend ging es an die Eder zur Gastangelstrecke des Fischereivereins Oberes Edertal.
Auf der Wiese wurden zunächst verschiedene Wurftechniken mit der Fliegenschnur geübt:
Grund- beziehungsweise Leerwürfe, das Verlängern der Schnur und die kontrollierte Ablage. Auch der Rollwurf, sowie weitere Wurftechniken, unter anderem seitliche Würfe, wurden vermittelt.
Danach ging es direkt ans Wasser. Dort standen Schnurkontrolle und Präsentation der Fliege sowie Anhieb, Drill, Landung und das anschließende schonende Zurücksetzen des Fisches auf dem Programm.
Die Teilnehmer zeigten sich am Ende des Kurstages begeistert und berichteten, dass sie sehr viel Neues gelernt hätten.
Aufgrund der positiven Erfahrungen kam sogar aus dem Kreis der Teilnehmer die Anregung, den Kurs im kommenden Jahr fortzusetzen.
Michael Schröder‘
VHF-Referent Öffentlichkeitsarbeit
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