- Einsatz für den Gewässerschutz
- Artenschutzprojekte
- Porträt und Problematik des Kormoran
- Die Modau — eine spannende Dokumentation
- Ein Porträt der Modau
- LiLa Living Lahn
- Evaluierung Mindestwasser
- Dialogforum Spurenstoffe
- Problemkataster und Meldesystem Niedrigwasser
- Umweltplanungen und Beteiligungsvorhaben
- Begleitung von Schulprojekten / Umweltbildungsprojekte
- Gewässer- und Fischführer App
Umweltarbeit am Gewässer
Wir sind der in Hessen mitgliederstärkste anerkannte Naturschutzverband mit dem Schwerpunkt Gewässerschutz. Mit unserer Spezialisierung auf Gewässer und Auenlandschaften vertreten wir die Ansicht “Angeln und Gewässerschutz bedingen einander”.
Denn eine gute Hege und Pflege sowie strukturreiche und naturnahe Gewässer fördern die Artenvielfalt und ein stabiles Gewässer-Ökosystem.
Unsere Mitglieder leisten viele hunderttausende Stunden gemeinnützige Arbeit in Umweltschutzprojekten. Diese reichen von Renaturierungsmaßnahmen, dem Errichten von Laichhilfen, Fischbesatz mit gefährdeten Fischarten wie Nase, Schneider, Karausche, Äsche, Bachforelle, Bitterling und Quappen bis zu Schutzmaßnahmen für heimische Muschel- und Krebsarten sowie Kormoranzählungen zur Bestandsermittlung.
Als Urerzeuger achten wir immer auf die gesamte natürliche Wertschöpfungskette und damit verbundene ökologische Funktionsweisen. Dies ist ein Alleinstellungsmerkmal, welches uns zu besonders gründlicher Erfassung, Beurteilung und Verbesserung der Lebensgrundlagen der im und am Gewässer lebenden Flora und Fauna verpflichtet. Ein kleiner Eingriff kann viel bewirken, aber auch verheerende Folgen haben. Aus diesem Grund beobachten und analysieren wir den Zustand unserer Gewässer mit deren Artenvielfalt. Das Angeln und Fangen eines Fisches am Ende eines Zyklus ist für uns ein Ansporn und ein Beweis für erfolgreiche Hege und Pflege der Gewässer. Auch unsere Fischzüchter produzieren hochwertige Fische unter allerhöchsten Umweltstandards als Lebensmittel und Besatzprojekte. Unser Wissen geben wir in vielen Veranstaltungen, Publikationen und Fortbildungsmaßnahmen an unsere Mitglieder und Interessierte weiter.
Bei unserer Naturschutzarbeit kümmern wir uns auch um Bereiche, die dem bloßen Auge nicht direkt zugänglich sind. Das geht bis zu Kleinstlebewesen wie der links abgebildeten Köcherfliegenlarve. Diese ist sowohl Indikatorlebewesen für besonders saubere Gewässer, als auch ein wichtiges Glied in der Nahrungskette der Salmonidengewässer. Diese werden von unseren Mitgliedern bei verschiedensten Aktionen erfasst, gezählt und katalogisiert. Wenn nötig, ergreifen wir auch, immer in Absprache mit den zuständigen Behörden, Maßnahmen zur Gewässerverbesserung.
Wir brauchen Ihre Hilfe
Für dieses Arbeit brauchen wir Ihre Hilfe. Dabei sind die Möglichkeiten der Unterstützung vielfältig. Sie können Mitglied in einem unserer Vereine werden, die hessenweit tätig sind, sie können Sachspenden an uns geben oder aber auch Geld spenden. Die folgenden Punkte sollen aufzeigen, wie Sie uns und unsere Arbeit unterstützen können. Klicken Sie hier, um mehr über die Möglichkeiten zu erfahren, wie Sie uns im Einsatz für heimische Gewässer und Auenlandschaften unterstützen können.
Unsere Arbeit für Sie in Hessen
Bei bestimmten Eingriffen in die Umwelt ist die Stellungnahme eines staatlich anerkannten Naturschutzverbandes notwendig. In Hessen sind das weit über 1.000 Fälle pro Jahr. Wir arbeiten dabei mit unserem Fachteam von ausgebildeten Umweltingenieuren und Naturschutzbeauftragten eine Vielzahl an Unterlagen durch, um für Sie herauszufinden, welchen Einfluss diese Vorhaben auf Ihre Umwelt und Gewässer haben. Insbesondere bei Einflüssen auf Gewässer und Auenlandschaften versuchen wir, zusammen mit dem Bauherren umweltgerechte Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Artenschutzprojekte


➡️ Projektbeschreibung:
Auf unsere Gewässerökosysteme wirken zahlreiche Stressoren und Einflüsse, welche dazu führen, dass sich die natürliche Artenvielfalt und Abundanz in vielen Fällen stark negativ verändert. Viele dieser negativen Einflüsse sind anthropogen bedingt. So zum Beispiel die Wasserkraft und die Gewässerverbauung, der Nährstoffeintrag, der Eintrag von giftigen Stoffen, die Veränderung der Wassertemperatur und der physikalischen Eigenschaften, der Schiffs- und Bootsverkehr und seine Folgen aber auch falsche Bewirtschaftung sowie zahlreiche weitere Einflussfaktoren die wir Menschen hervorrufen. Hinzu kommen mehr oder weniger natürliche, oft jedoch auch durch den Menschen verursachte Beeinflussungen. Dazu zählen invasive oder nicht heimische Tier- und Pflanzenarten, ungehinderte Verbreitung von Prädatoren auf Grund einer nicht intakten Nahrungskette sowie auch Krankheiten und Seuchen mit unterschiedlichen Ursachen.
Anders als in einer reinen Naturlandschaft zeigt sich unsere Kulturlandschaft in Deutschland und Hessen daher als sehr anfällig und einer Vielzahl von akuten aber auch langfristigen Schadeinwirkungen ausgesetzt. Ein natürlich stabiles Ökosystem Fließgewässer gibt es in dieser Form leider nicht mehr und einige wichtige Arten leiden besonders stark unter o.g. Einflüssen. Oft ist die Natur daher nicht mehr im Stande sich in überschaubarer Zeit selbst zu heilen und Bestände vor dem Aussterben zu schützen. Hier kommen spezielle Artenschutzprojekte ins Spiel, die entweder spezielle Tierarten schützen und deren Bestände stärken sollen, oder aber gezielt die Lebensräume aufwerten, so dass die Natur resilienter ist und sich die bedrohten Arten eigenständig erhalten können.
- ✅ Ziel der Projekte:
Mit Hilfe von Artenschutzprojekten, zum Beispiel für bedrohte Fischarten wie dem Maifisch oder dem Aal, verfolgt der VHF das Ziel diese Tierarten zu erhalten. Dazu werden wissenschaftliche Daten erhoben, ausgewertet und genutzt, um angepasste Maßnahmen zu finden, welche zum Erhalt oder dem Wiederaufbau dieser Fischbestände dienen. Im Falle des Aals und des Maifisches zeigen Besatzprojekte bereits erste Erfolge. - Aber auch ehemalig weit verbreitete Arten der kleineren Fließgewässer wie die Äsche und mittlerweile auch die Bachforelle sind bedroht und werden immer seltener. Mit Hilfe eines Projektgewässers und langjährigen Monitorings werden Daten erhoben und für die Entwicklung sinnvoller Schutz- oder Besatzkonzepte verwendet. So wird in Bezug auf die Bachforelle statt eines Besatzes mit adulten Tieren die Methode der Brutboxen unter Beachtung der wissenschaftlichen Erkenntnisse rund um die Genetik und teils regionale Anpassung der Fische angewandt.
- 📋 Kurzfazit aus Sicht des VHF:
Viele der Artenschutzprojekte zeigen bereits erste Erfolge. So konnten erste Nachweise aufsteigender Maifisch im Rhein erbracht werden. Auch die Aalbestände scheinen sich langsam und regional etwas zu erholen, wenngleich die Anstrengungen dafür immens sind.
Auch wenn man ausgestorbene oder nahezu ausgestorbene Fischarten auf einem niedrigen Bestandsniveau erhalten kann, reicht es jedoch in vielen Fällen nicht aus alleinig auf Besatzmaßnahmen zu setzen. Dies hat zwei Gründe. Erstens wird es immer schwieriger genetisch oder regional passende Besatzfische zu finden, da deren Zucht oft schwierig oder im Fall des Aals derzeit noch unmöglich ist. Zweitens gibt es für eine erfolgreiche Wiederbesiedlung oder Bestandssicherung gewisse Schlüsselfaktoren die erfüllt sein müssen. In den meisten Fällen ist dies die strukturelle Eignung der Gewässer und vor allem die Durchwanderbarkeit, also der Rückbau von Querbauwerken und Wasserkraftanlagen bzw. funktionierende Fischwanderhilfen.
💡 Rolle des Verband Hessischer Fischer e.V.:
Der VHF übernimmt innerhalb der Schutzprojekte neben einer beratenden Funktion auch eine ausführende sowie monetäre Rolle und die damit einhergehende Verantwortung für langfristige Projekte. Er ist Kooperationspartner für Landesbehörden und Landesverwaltungen anderer Bundesländer. Zugleich übernimmt der VHF eine wichtige Rolle in der Öffentlichkeitsarbeit für Gewässerschutzprojekte.
Nicht zuletzt gewinnt der VHF wissenschaftliche Erkenntnisse aus den Projekten und übernimmt die Wissensvermittlung an die Angelvereine, die diese Informationen für eine gute Gewässerpflege und Hege der Fischbestände einsetzen können.
Porträt und Problematik des Kormoran
Systematik
- Ordnung: Suliformes (Ruderfüßer)
- Familie: Phalacrocoracidae (Kormorane)
- Art: Phalacrocorax carbo
- Unterarten in Europa:
- P. c. carbo (Atlantischer Kormoran)
- P. c. sinensis (Binnenland-Kormoran, in Mitteleuropa verbreitet)
Aussehen
- Größe: 80–100 cm Körperlänge
- Flügelspannweite: 130–160 cm
- Gewicht: 2–3,5 kg
- Gefieder: Meist tiefschwarz, mit metallisch grünlichem oder bläulichem Schimmer; Jungvögel mit braunem Brust- und Bauchbereich.
- Besonderheiten: Im Prachtkleid (Brutzeit) weiße Flecken am Kopf und Oberschenkel.
- Schnabel: Lang, kräftig, am Ende hakenförmig gebogen, gelblich-grau.
Verbreitung und Lebensraum
- Vorkommen: Weltweit verbreitet, in Europa besonders an Küsten, Flüssen, Seen und Stauseen.
- Lebensraum: Flache Küstengewässer, große Binnengewässer und Flüsse mit reichem Fischbestand.
- In Deutschland sowohl an der Küste (Nord- und Ostsee) als auch im Binnenland weit verbreitet.
Lebensweise
- Nahrung: Fast ausschließlich Fische, meist zwischen 5 und 25 cm Länge; jagt tauchend (in der Regel bis 10 m tief, häufig auch tiefer).
- Jagdtechnik: Nutzt kräftige Schwimmbewegungen der Beine, um unter Wasser zu manövrieren.
- Sozialverhalten: Bildet oft große Kolonien, auch beim Jagen häufig in Gruppen.
Fortpflanzung
- Brutzeit: Ab März/April.
- Nest: Aus Ästen, Schilf und Wasserpflanzen, oft in Bäumen oder auf Inseln.
- Gelege: 3–5 Eier, bläulich
- Brutdauer: Etwa 23–28 Tage.
- Jungvögel: Flügge nach 7–8 Wochen.
💡Besonderheiten und Konflikte oder: Was hat der Kormoran mit unseren Gewässern zu tun?
- Kormorane können in großen Kolonien auftreten und lokal bzw regional Fischbestände extrem stark dezimieren, was teils zu Konflikten mit dem Gewässer- und Fischartenschutz sowie folglich der Angelfischerei führt. Schutz- und Wiederansiedlungsprojekte seltener oder im Bestand rückläufiger Fischarten werden gefährdet und dafür notwendige finanzielle Mittel reichen nicht länger aus. Auch die Zielerreichung der EG-Wasserrahmenrichtlinie kann durch zu starke Einflüsse des Kormorans gefährdet werden. Zusätzlich zum ökologischen Schaden entstehen für Fischzüchter und Angelvereine immense wirtschaftliche Schäden.
- Trotz seiner mittlerweile wieder großen Bestandsdichte und Verbreitung ist der Kormoran in der EU durch die Vogelschutzrichtlinie geschützt. Die Bejagung oder Vergrämung ist entsprechend nur mit Ausnahmegenehmigungen und damit einhergehenden großen bürokratischen Hürden möglich.
- Dies führt zu immer stärker werdenden gewässerökologischen Problemen innerhalb der Biozönose unserer heimischen Gewässer und kann im schlimmsten Fall zu einem lokalen Ausfall heimischer Fischbestände führen.
- Unbestritten sind auch die erheblichen ökonomischen Verluste in der Fischzucht und Aquakultur, die teilweise existenzgefährdend sind und sich damit in direkter Weise auf die lokale Vermarktung von Fischen auswirken. Einzelne Betriebe haben deshalb bereits aufgegeben. Auch die großen Fischverluste aus den von Angelvereinen bewirtschafteten Still- und Fließgewässern haben eine erhebliche sozioökonomische Dimension, welche sich teilweise direkt auf den monetären Wert der Fischereirechte auswirkt.
- Sicherlich kann man dem Kormoran nicht die alleinige Schuld an den Problemen unserer Gewässerökosysteme geben. Diesbezüglich spielen auch die Verbauung, Stoffeinträge, Schiffsverkehr und viele weitere Aspekte eine Rolle. Dennoch stellt der Kormoran insbesondere bei bereits geschädigten Biozönosen und auch bei intakten Gewässern mit ökologisch wertvollen Fischbeständen ein immer größer werdendes Problem dar.
- In Zahlen:
Die Dimensionen des Problems verdeutlichen die im Sommer 2024 kommunizierten Zahlen der Staatlichen Vogelschutzwarte im HLNUG: - 450 Brutpaare (1 BP = 2 Elterntiere, 1 unreifer Vogel vom Vorjahr, 2 Jungvögel aus dem laufenden Jahr = 5 Exemplare) = 2.250 Vögel ganzjährig
- als Wintermittel des Überwinterungsbestandes 3.000 Vögel (der ornithologische „Winter” geht von September bis April).
- Der durchschnittliche Nahrungsbedarf liegt bei 0,5 kg pro Vogel und Tag.
- Allein für den Brutbestand sind das 1,125 to/Tag, was rund 410 Tonnen Fischbiomasse im Jahr entspricht.
- Hinzu kommt noch der Überwinterungsbestand, welcher stark wetterabhängig variiert und daher nur schwer zu prognostizieren ist.
➡️ Was wir als anerkannter Naturschutz- Anglerverband fordern:
Angesichts der stark negativen Einflüsse und der mittlerweile enormen Bestandsgröße der Kormorane, ist ein sinnvolles Kormoran- bzw. Bestandsmanagement eine wichtige Stellschraube für den Schutz unserer Gewässerökosysteme und damit für den Erhalt der Lebensandern unserer Landschaft.
Für uns am gravierendsten sind die verheerenden Auswirkungen auf die Biodiversität, besonders in und um die Fließgewässer. Die hauptsächlich betroffenen Arten sind Äsche, Barbe, Nase und alle anderen Fischarten, die, zumindest im Winterlager, zur Schwarmbildung und/oder zum Aufenthalt im Freiwasser neigen und damit insbesondere für große Kolonien des Kormorans eine leichte Beute darstellen.
Der Kormoran unterscheidet aber nicht zwischen den vorgenannten gefährdeten und anderen Arten: Er ist ein Nahrungsopportunist und nutzt auch alle anderen Fischarten, auch in Stillgewässern.
Eine gravierende Folgeerscheinung der Dezimierung der ehemals massenhaft vorhandenen Fließwasserarten wie Barbe, Nase und Döbel, liegt in der Gefährdung der Zielerreichung der Güteziele der Wasser-Rahmenrichtlinie (WRRL): Es werden durch den Rückgang der Fließwasserarten nicht nur die Ziele der Qualitätskomponente „Fische“ verfehlt, sondern auch die der Qualitätskomponenten „Makrozoobenthos“ und „Strukturgüte“.
Paradox? Nein: Die ehemals massenhaft vorhandenen Arten sind obligat (Nase) oder fakultativ (Barbe, Döbel) Herbivore. Das heißt sie weiden in großem Umfang den Algenbelag vom Substrat ab. Dadurch wird der Gewässergrund regelrecht abgeweidet („geputzt“), was den notwendigen Austausch zwischen dem Wasserkörper und dem Lückensystem, in dem sich das Makrozoobenthos und die Fischlarven überwiegend aufhalten, gewährleistet.
Wenn sich diese „Weidetätigkeit“ reduziert oder ausfällt, verstopft die Grenze zwischen der fließenden Welle und dem Lückensystem mit Algen und Biofouling. Die Folge: Das Substrat kolmatiert (verbackt). Der wichtige Lebensraum des Interstitials (Lückensystem) fällt so weitgehend aus in seiner Funktion als Laichplatz, Larvallebensraum und Habitat vieler Arten des Makrozoobenthos.
Unsere Gewässer stellen nicht nur eine der wichtigsten ökologischen Grundlagen für zahlreiche Tier und Pflanzenarten der Gewässer selbst, sondern auch für jene der Landlebensräume sowie der Insekten und Vogelwelt dar.
Ein Bestandsmanagement des Kormorans dient also nicht nur den Gewässern, sondern auch den damit in Verbindung stehenden anderen Tier und Pflanzenarten.
Zu einem solchen Bestandsmanagement zählt in jedem Fall die gezielte Entnahme von Kormoranen im Bereich von sensiblen Fließwasserökosystemen und beim Vorkommen geschützter und gewässerspezifisch im Bestand bedrohter Fischarten auch in Stehgewässern.
Uns geht es nicht darum, den Kormoran so intensiv zu bejagen, dass dieser ebenfalls in seinem Bestand bedroht ist: Wir fordern von der Politik ein landesübergreifendes systematisches Kormoranmanagement sowie einen modernen, ökosystemübergreifenden Naturschutz. Dieser betrachtet, anders als ein antiquierter Einzelartenschutz, auch die ökologischen Beziehungen der Arten und Ökosysteme untereinander sowie auch sozioökonomische Aspekte.


Die Modau — eine spannende Dokumentation
Wir begeben uns auf eine eindrucksvolle Reise entlang der Modau – von ihrem Ursprung im Odenwald bis zu ihrer Mündung in den Rhein.
Das Video zeigt die landschaftliche Schönheit, die ökologische Bedeutung und die vielfältigen Lebensräume entlang des Flusses.
Besonders im Fokus steht die wichtige Rolle der Angler im aktiven Naturschutz. Gewässerpflege, Artenvielfalt, nachhaltige Bestandshege und regelmäßige Kontrollen tragen maßgeblich zum Erhalt eines gesunden Ökosystems bei.
Ein besonderer Hinweis gilt der engagierten Arbeit unserer Gewässerwarte. Mit großem Fachwissen und ehrenamtlichem Einsatz kümmern sie sich um Pflege, Monitoring und Schutz der Gewässer – oft im Hintergrund, aber von unschätzbarem Wert für Natur und Gemeinschaft.
Diese Dokumentation macht deutlich: Angler übernehmen Verantwortung – für die Natur, für kommende Generationen und für lebendige Gewässer.
Ein Porträt der Modau

Foto: K. Schwebel
Nach mehr als einem Jahr der Uferwanderungen und zwei Jahren der Recherchen zu Flüssen ist am 29.01.2020 ein großes multimediales Porträt der Modau beim Darmstädter Echo online gegangen. Es hat fünf Kapitel und ist in dieser Weise sicher ein seltenes, umfassendes journalistisches Werk zu einem einzigen Fluss – einem kleinen, darum ging es uns besonders. Denn diese gehen vergessen, sind aber stark von der EU-Wasserrahmen-Richtlinie betroffen, die wie der Klimawandel mit seinen lokalen Folgen oft ein Bezugspunkt der Reportage ist.
Vor allem aber fängt der Beitrag fotografisch sowie mit Filmen und Texten die Geschichten der Menschen am Fluss ein, seien es Mühlenbesitzer, Heimatforscher, Biologen, Naturschützer, Angler, Verwaltungsbeamte, Klärwerker, Anwohner oder Restaurantchefs. Unten steht der Teaser; viel Spaß beim Lesen und nochmal vielen Dank an die Onlinejournalismus-Studierenden der Hochschule Darmstatdt, die zum Stück beigetragen haben:
Vergessene Schönheit
Die Modau, einst Lebensader der Region, führt ein verstecktes Dasein. Dabei blüht entlang ihres Laufes das Leben, gibt es Menschen, die sich ganz auf den Fluss einlassen. Ein Rechercheteam ist der Modau deshalb ein Jahr lang gefolgt – für ein multimediales, persönliches Flussporträt voller Bilder, Geschichten und Fakten rund um Südhessens verkannten Wasserschatz.
Eine Reportage von einem Journalistenteam der Hochschule Darmstadt in Zusammenarbeit mit dem Darmstädter Echo:
LINK: Ein Porträt der Modau
LiLa Living Lahn
➡️ Projektbeschreibung:
- Förderung & Laufzeit: Das Projekt startete bereits am 1. Dezember 2015 und wird über das EU-Umweltförderprogramm LIFE finanziert.
- Ziele: Hauptziel ist die ökologische Aufwertung der Lahn unter gleichzeitiger Förderung der Lebensqualität am Fluss – insbesondere durch die Entwicklung eines integrierten Gesamtplans („Lahnkonzept“), der naturschutzfachliche Anforderungen, Schifffahrt, Hochwasserschutz, Tourismusperspektiven und weitere Nutzungen miteinander in Einklang bringt.
- Maßnahmen: Rund 50 Einzelmaßnahmen sollen umgesetzt werden – darunter Renaturierungsarbeiten, Sedimentmanagement, Wiederherstellung der linearen Durchgängigkeit, Auenwiederherstellung und Förderprojekte für nachhaltige Freizeit- und Tourismusnutzung.
- Pilotprojektcharakter: LiLa gilt als großes, integriertes LIFE-Vorhaben, das komplexe Nutzungskonflikte auf bundesländerübergreifender Ebene adressiert. Diese hohen und unterschiedlichsten Anforderungen bedürfen ein großes Maß an Vorplanung, Kommunikation und Verhandlungen anhand derer und anhand der ökologischen Ziele es dann zur Priorisierung und Maßnahmenableitung kommt.
- Dialogorientierung: Öffentlichkeitsarbeit erfolgt durch Dialogformate wie Runden Tische und Informationsveranstaltungen – etwa im Lahn-Fenster in Gießen – um Bevölkerung und Interessengruppen aktiv einzubinden.

💡 Rolle des Verband Hessischer Fischer e.V.:
- Der VHF ist Mitglied im Beratergremium und setzt sich dort beratend sowie auch mittels juristischer Fachkompetenz insbesondere für die lineare Durchgängigkeit der Lahn ein.
- Zusammensetzung des Gremiums: Das Beratergremium setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern zahlreicher Interessengruppen zusammen – darunter Naturschutz, Angelfischerei, Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, motorisierte und muskelbetriebene Schifffahrt, Naherholung, Tourismus – sowie kommunale Vertreter und zwei Bürgerbotschafter.
- Funktion: Im Jahr 2021 wurde das Gremium in die Erstellung des Zielsystems für das Lahnkonzept eingebunden. Es erhielt den Entwurf, hatte Gelegenheit, Stellungnahmen einzureichen, und beeinflusste so die Überarbeitung des Zielsystems maßgeblich. Insbesondere spielte auch die Einbringung juristischer Vorgaben hinsichtlich des Gewässerschutzes eine wichtige Rolle in der Priorisierung innerhalb des Zielsystems.
- Ziele & Dialog: Durch die breite Beteiligung sollen Konfliktfelder früh identifiziert und Kompromisslösungen erarbeitet werden – im Sinne eines transparenten, inklusiven Plans, der von möglichst vielen Akteuren mitgetragen wird.
Evaluierung Mindestwasser

➡️ Projektbeschreibung:
- Am 13. Februar 2023 wurde vonseiten des Hessischen Umweltministeriums ein überarbeiteter Mindestwassererlass gemeinsam mit einer novellierten Förderrichtlinie zur Gewässerentwicklung und zum Hochwasserschutz veröffentlicht
- Ziel des Erlasses: Sicherstellung einer ökologisch ausreichenden Mindestwasserführung in hessischen Gewässern – insbesondere zum Schutz von Lebensräumen, Aquakultur, Fischtreppen, Umgehungsgewässern und wandernden Arten wie Barbe, Nase, Lachs, Maifisch oder Aal uvw..
- Abflussaufteilung gegen Trockenfallen: Der Erlass beinhaltet Regelungen zur Abflussverteilung, um zu verhindern, dass bei Niedrigwasser die Fließgewässer auf Grund der Wasserentnahme vollständig austrocknen.
- Der Erlass ersetzt die Fassung von 2018 und wurde im Rahmen einer Evaluierung mit verschiedenen Akteuren ausgearbeitet – darunter das Wirtschaftsministerium, das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie, Fischerei- und Wasserbehörden sowie Umwelt- und Naturschutzverbände.
💡 Rolle des Verband Hessischer Fischer e.V.:
- Der VHF war für die Zeit der Erstellung des Erlasses Mitglied im Evaluierungsgremium und hat sich innerhalb des Gremiums maßgeblich mit den ökologischen, rechtlichen und sozioökonomischen Aspekten der Wasserentnahmen beschäftigt.
- Ziel des VHF war es eine gewässer- und fischverträgliche Regelung zu finden, welche den Zielen der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und auch den grundsätzlichen ökologischen Anforderungen an die Wassermenge seitens der Fließgewässer gerecht wird.
✅ Kurzfazit aus Sicht des VHF:
Der aktuelle Mindestwassererlass in Hessen (Februar 2023) versucht einen pragmatischen, ökologisch orientierten Rahmen für die Herstellung von Mindestabflüssen. Die wissenschaftlichen Daten liegen umfassend vor und zeigen die fatalen Folgen der derzeitigen Wasserkraftnutzung auf unsere Gewässerökosysteme.
Auch die wirtschaftlichen Zahlen belegen in Relation zur gesamten Energieerzeugung mittels erneuerbarer Energien, dass die Wasserkraft und insbesondere kleine Wasserkraftanlagen in Anbetracht der durch diese entstehenden Umweltschäden nahezu unbedeutend für die Energieerzeugung sind: https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/erneuerbare-energien/nutzung-der-wasserkraft#%C3%B6kologie
Dennoch gibt es insbesondere durch die Regelungen des am Donnerstag, 7. Juli 2022 verabschiedeten sogenannten „Osterpaketes zum Ausbau der erneuerbaren Energien und zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes“ weiterhin erhebliche Mängel in Bezug auf die zu beachtenden ökologischen Aspekte und die Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Fließgewässer.
Ebenso fehlt weiterhin eine differenzierte Betrachtung zwischen der Ableitung und anschließenden Wiedereinleitung von Wasser zu Zwecken der Fischzucht und der Nutzung eines Gewässers zum Zwecke der Wasserkraft. Angesichts der deutlichen Unterschiede hinsichtlich der Auswirkung auf die Gewässersysteme gilt es diesbezüglich den Erlass anzupassen.
Es ist für die Zielerreichung der WRRL also unabdingbar, dass der derzeitige Erlass nochmals überarbeitet wird und die ökologischen Aspekte über die kaum vorhandenen ökonomischen Aspekte gestellt werden.
Dialogforum Spurenstoffe
➡️ Projektbeschreibung:
Das Dialogforum „Spurenstoffe im Hessischen Ried“ wurde 2021 im Rahmen der „Spurenstoffstrategie Hessisches Ried“ eingerichtet und dient als zentrales Instrument zur Verbesserung der Gewässerqualität und zum Schutz der Grundwassersituation in dieser bedeutenden Trinkwasserregion.
- ✅ Ziele und Bedeutung:
- Schutz von Trinkwasserressourcen: Das Hessische Ried ist entscheidend für die Trinkwasserversorgung der Rhein-Main-Region (über 50 %). Da das Grundwasser und unsere Gewässer im Austausch stehen, gilt es nicht nur das Grundwasser als solches zu schützen, sondern auch mit gezielten Maßnahmen unsere Gewässer sauber zu halten. Denn auch diese leiden unter einer hohen Belastung durch zahlreiche Spurenstoffe.
- Reduktion von Spurenstoffen wie Arzneimittelrückständen, Haushalts- und Industriechemikalien sowie Pflanzenschutzmitteln – durch Maßnahmen an der Quelle und im Anwendungskontext.
- Abwassertechnik verbessern – z. B. Aufbau einer vierten Reinigungsstufe zur Spurenstoffelimination in Kläranlagen, etwa in Kommunen wie Darmstadt, Büttelborn oder Mörfelden-Walldorf.
- ✅ Arbeitsweise und Phasen
- ➡️ Erste Phase (2021–März 2023):
- Rund 30 Akteure aus Verbänden, Industrie, Kommunen, Umwelt- und Gesundheitssektor arbeiteten in mehreren Arbeitsgruppen.
- Ergebnis: 22 umsetzungsreife Maßnahmensteckbriefe für verschiedene Handlungsfelder – vom Medikamentenumgang über Pflanzenschutz bis zu Bildungsmaßnahmen.
- ➡️ Zweite Phase (Februar 2023–September 2026):
- Ziel: Umsetzung der Maßnahmen in Projekt- und Modellkommunen.
- Die bisher erarbeitete Strategie wird nun in die Praxis überführt – mit Projektgruppen, Sensibilisierungskampagnen und möglichst vielen Mitwirkenden.
- ✅ Beteiligte Akteure
Das Forum arbeitet über ein breit angelegtes Stakeholder-Netzwerk:- Verwaltung, Politik und Behörden
(z. B. Ministerien, kommunale Wasserbehörden) - Wirtschaft und Industrie, u. a. Pharma, Klärtechnik
- Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Umweltverbände
- Forschungseinrichtungen wie Fraunhofer ISI (auftraggebende Institutsseite)
- Bürger, Modellkommunen
(z. B. Darmstadt, Mörfelden-Walldorf, weitere in Planung)
- Verwaltung, Politik und Behörden

💡 Rolle des Verband Hessischer Fischer e.V.:
Der VHF beteiligt sich im Rahmen des Forums als Stakeholder und nimmt seine Aufgaben als Interessens- und Naturschutzverband wahr. Er berät innerhalb des Forums zu grundlegenden Themen der Gewässerökologie, als auch speziell zur Eintragsproblematik von Nährstoffen und Pestiziden. Insbesondere setzt sich der VHF für den Ausbau der Kläranlagen im Rahmen weiterer Reinigungsstufen für den Abbau von Medikamentenrückständen, Pestiziden und deren Metabolite ein.
✅ Kurzfazit aus Sicht des VHF:
Das Dialogforum „Spurenstoffe im Hessischen Ried“ stellt ein praxisorientiertes Kooperationsformat dar: Es bündelt Expertenwissen, Stakeholderbeteiligung und kommunales Engagement, um die Gewässer- und Grundwasserschutzqualität in einer besonders sensiblen Region nachhaltig zu verbessern.
Besonders hoch anzurechnen ist das Ziel sich innerhalb des Forums auf konkrete Maßnahmen- und Umsetzungspläne zu einigen, so dass es sich nicht um einen typischen theoretischen Arbeitskreis, sondern um eine praxisnahe Arbeitsgruppe mit konkreten Zielstellungen handelt.
Problemkataster und Meldesystem Niedrigwasser


➡️ Projektbeschreibung:
Das sich wandelnde Klima und die dadurch auftretenden Extremwetterereignisse sind an unseren Gewässern nicht zu übersehen. Insbesondere in den Sommermonaten und beim Auftreten langer Hitzeperioden sind unsere Fließgewässer von Wassermangel betroffen. Teilweise trocknen unsere Gewässer nahezu vollständig aus.
- ✅ Ziel des Meldesystems:
- Als Naturschutz und Interessensverband mit den Schwerpunkten des Gewässerschutzes und der Angelfischerei wirken sich die Trockenheit und Hitze enorm auf unser Themenschwergebiet, die Gewässer, aus. Auch unsere Mitgliedsvereine sind als Pächter oder Eigentümer davon betroffen. Trocknet ein Fließgewässer aus, so geht nicht nur das Wasser, sondern auch der Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten verloren. Mit dem Lebensraum sterben auch die Gewässerlebewesen, welche oft nicht in der Lage sind, dem Wassermangel zu entkommen. Gleiches gilt auch für kleine Stillgewässer.
- Wird durch Angelvereine, Angler oder auch Spaziergänger bemerkt, dass ein Gewässer droht auszutrocknen, kann man jedoch rechtzeitig eingreifen und viele der Tiere retten und umsetzen. Um dies zu koordinieren und die betroffenen Vereine, Behörden und Gemeinden zu informieren hat der VHF ein Meldesystem entwickelt, welches rechtzeitig vor Trockenzeiten abrufbar ist und bei dem Meldungen mittels GPS-Koordinate, Fotos und Beschreibungen abgegeben werden können.
💡 Rolle des Verband Hessischer Fischer e.V.:
Der VHF ist sowohl Naturschutzverband als auch Dienstleister für seine Mitglieder. In Wahrnehmung beider Funktionen hat er die Aufgabe unsere Gewässer als wertvolles Biotop und als Grundlage für die Angelfischerei zu schützen. Trocknen Gewässer aus, so sind diese oft mehrere Jahre, teilweise Jahrzehnte biologisch degradiert und in Ihrer ökologischen Funktion und der Ökosystemleistung eingeschränkt. Insbesondere in Oberläufen bzw. Oberen Forellenregionen dauert eine Wiederbesiedlung durch Fische, Krebse und Muscheln oft sehr lange, da die Tiere nach der Austrocknung des Gewässers ausschließlich aus unterhalb liegenden Gewässerregionen einwandern können. Oft fehlt das passende Artenspektrum jedoch komplett, was eine natürliche Wiederbesiedlung erschwert. Bringt man ausreichend Gewässerlebewesen rechtzeitig in Sicherheit, so rettet man nicht nur die Tiere vor dem Tod, sondern kann auch dafür sorgen, dass diese anschließend wieder in das vormals ausgetrocknete Gewässer eingebracht werden. Auf diese Weise kann man bei Sicherstellung ausreichender Nahrungsverfügbarkeit die Wiederbesiedlung deutlich beschleunigen und zugleich die ökologischen Funktionen der Gewässer schneller wiederherstellen.
Umweltplanungen und Beteiligungsvorhaben
➡️ Projektbeschreibung:
Als anerkannter Naturschutzverband hat der Verband Hessischer Fischer e.V. nach § 63 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) ein Mitwirkungsrecht bei bestimmten Verfahren und Entscheidungen im Bereich des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Der VHF wird folglich bei Bauplanungen, Naturschutzflächenausweisungen, Entwicklungsplänen und vielen weiteren Verfahren eingebunden.
Darüber hinaus bietet der VHF auf Anfrage seiner Mitgliedsvereine auch die vorbereitende Planung, Beratung und Begleitung bei Projekten im Bereich der Angelfischerei und des Gewässerschutzes an.
- ✅ Ziel der Beteiligung/Umweltplanungen:
Der Gesetzgeber sieht in der Beteiligung von Naturschutzverbänden die Möglichkeit zum einen entsprechende Fachexpertisen einzuholen, zum anderen aber auch die Möglichkeit Bürger im Rahmen von Vereinen sowie spezielle Interessensgruppen einzubinden. Dies soll für eine größere Toleranz und Akzeptanz in der Bevölkerung sorgen. - Um Mitglieder bestmöglich mit entsprechender Fachexpertise bei Projekten zu unterstützen und die notwendigen Kontakte zu den zuständigen Behörden und Institutionen herzustellen, bietet der VHF umfassende Beratungs- und Unterstützungstätigkeiten an. Damit unterstützt der VHF sowohl beim gesetzlichen Hege- und Pflegeauftrag, als auch bei individuellen Projekten, die sich positiv auf die Angelfischerei und den Gewässerschutz auswirken. Die unterstützten Maßnahmen erstrecken sich von Renaturierungs- und Revitalisierungsplanungen für Gewässer, über den Bau und Sanierung von Angelgewässern, bis hin zur Anlage von Bootsstegen oder Angelplätzen für Menschen mit Behinderungen.

💡 Rolle des Verband Hessischer Fischer e.V.:
Der VHF ist Naturschutzverband und Dienstleister für seine Mitglieder. Mit den Beteiligungen nach § 63 BNatSchG kommt der Verband sowohl seiner naturschutzfachlichen, aber auch sozialen Verantwortung in der Gesellschaft und gegenüber seiner Mitglieder nach. Unsere Mitglieder profitieren darüber hinaus von der Erfahrung und planungsfachlichen Kompetenz des Verbandes.
Zugleich profitieren unsere Mitgliedsvereine nach einer erfolgreichen Umsetzung von den damit einhergehenden angelfischereilichen Vorteilen und der möglichen Aufwertung des Gewässerökosystems.
Begleitung von Schulprojekten / Umweltbildungsprojekte

➡️ Projektbeschreibung:
Das möglichst umfassende Verständnis über unsere Umwelt, unsere Gewässer, deren Bewohner und ökologische Beziehungen ist die Grundlage für deren zukünftigen, realitäts- und praxisnahen Schutz. Insbesondere in der heutigen Zeit, in der für viele Kinder und Jugendliche aber auch Erwachsene die Berührungspunkte mit der Natur immer weniger werden, ist es wichtig attraktive Angebote für Schulen aber auch alle anderen Interessierten anzubieten. Themenschwerpunkte innerhalb der Umweltbildung sind unsere Gewässer, die Auen, deren Tier- und Pflanzenwelt sowie auch die Beziehungen zwischen den Arten und Lebensräumen. Wir legen dabei einen großen Wert auf eine praktische und spannende Wissensvermittlung.
- ✅ Ziel der Projekte:
Die Vermittlung praktischen Wissens im Umgang mit der Natur und ihren Bewohnern ist essenziell für deren Verständnis. Kennt man die Tiere und deren Eigenschaften, versteht man auch wie wichtig ein intaktes Ökosystem ist. Versteht man dies nicht, so endet der Naturschutz leider oftmals an der Gewässeroberfläche. Zugleich versteht man mittels der Kenntnisse über den Lebensraum Gewässer welche negativen Beeinflussungen stattfinden und wie sich diese auswirken. Darauf aufbauend lässt sich ein Verständnis sowohl für die Rolle der Natur, für das menschliche Handeln innerhalb der Kulturlandschaft, aber auch innerhalb des Gewässerschutzes und der Angelfischerei ableiten.
💡 Rolle des Verband Hessischer Fischer e.V.:
Für den Verband Hessischer Fischer e.V. ist es wichtig praxisnah und aktiv spannende Projekttage oder auch ganzheitliche Konzepte anzubieten, die speziell auf den jeweiligen Bedarf, das Alter und die Personengruppe angepasst sind. Denn Kenntnisse über und das Interesse an Gewässerökosystemen sorgen dafür, dass unsere Lebensadern der Landschaft auch in Zukunft geschützt werden und sich mehr Personen im Gewässer- und Fischschutz engagieren.
Gewässer- und Fischführer App
➡️ Projektbeschreibung:
Im Zuge der immer stärker werdenden Digitalisierung innerhalb der Bevölkerung sowie der heutigen technischen Voraussetzungen ist es wichtig moderne Möglichkeiten zu nutzen und Prozesse zu vereinfachen. Egal ob zur Wissens- bzw. Informationsvermittlung oder für Citizen-Science Projekte.
- ✅ Ziel der Projekte:
Mit der der Fischführer App und deren fortlaufenden Weiterentwicklung (Entwickler: Robin Schäfer) bieten wir eine Möglichkeit für Angler und Naturinteressierte unsere heimische Fischfauna kennen und verstehen zu lernen. Egal ob mit kurzen Informationen zum gesehenen oder gefangenen Fisch, oder fundierten wissenschaftliche Beschreibungen rund um die betreffende Art. Der Fischführer eignet sich sowohl zum Lernen als auch beim Angeln um wichtige Informationen zur Art, deren Schonzeit, Entnahmemaß, Schutzstatus und vielen weiteren Fakten abzurufen. - Die Gewässer App soll nach Fertigstellung als Plattform für Informationsweitergabe und Citizen-Science dienen. Hier kann man alle wichtigen Beobachtungen mittels GPS-Koordinaten und Fotos eintragen und anderen Nutzern zur Verfügung stellen. Somit kann auf Gewässerprobleme wie Einleitungen, Gewässerverunreinigungen, Schäden durch Prädatoren, aber auch positive Dinge wie Beobachtungen von Fischarten, Laichgruben, Wassertieren hingewiesen werden. Das Ziel ist der Aufbau einer Datenbank mit entsprechenden Umweltinformationen rund um unsere Gewässersysteme und deren Einflüsse. Diese Datengrundlage kann dann in Kombination mit behördlichen Datenerfassungen für die Koordination von Schutz- und Renaturierungsprojekten oder auch die Weitervermittlung von Gewässerproblemen dienen.

💡 Rolle des Verband Hessischer Fischer e.V.:
Der VHF sieht sich als Vermittler für Informationen zwischen den hessischen Anglern, Vereinen, Behörden, Verpächtern sowie auch der Öffentlichkeit. Zu dieser Aufgabe gehört auch die moderne Wissensvermittlung und das Aufbereiten und Verknüpfen von wichtigen Umweltinformationen. Mit Hilfe moderner Apps können sowohl Informationen als auch Daten leichter und vor allem schneller erhoben aufgearbeitet und zur Verfügung gestellt werden.
