Am 22. Januar wurde in Biebesheim das ProjektWechselseeFischereiTauchen ins Leben gerufen. Taucher und Angler trafen sich im Anglerheim um die unterschiedlichen Sichtweisen zum Zustand des Sees zu diskutieren und auszutauschen.

Grundlage war zunächst die Ergebnisvorstellung der Untersuchung aus 2018, die auf Anregung beider Gruppen vom Verband Hessischer Fischer e. V. (VHF) am Wechselsee durchgeführt wurde. Dabei wurden sowohl Daten der am Photometer gemessenen chem. Parameter erläutert, als auch Grafiken zur Tiefenprofilmessung.

In der sehr offenen Diskussion wurden die Rahmenbedingungen wie Badenutzung, Landwirtschaft, Einträge aus der Luft und Wasservögel angesprochen.

Die fischereiliche Bewirtschaftung entwickelte sich dann zu einem weiteren Diskussionsthema. Die unterschiedlichen Ansichten bzgl. des Gewässerzustandes wurden vom Tauchsport und der Fischerei detailliert dargestellt.  Dabei zeigten sich zwischen den Nutzergruppen die erwarteten unterschiedlichen Meinungen, als auch innerhalb derer! Man war sich aber einig das nicht ein einzelner Einfluss auf den See wirkt, sondern eine Vielzahl an Faktoren.

So wurde auch klar das Daten/Fakten/Bilder etc. gesammelt und erarbeitet werden müssen um alle auf den gleichen Sachstand zu bringen. Diese Daten könnten in einem Dokument, nennen wir es Gewässernutzungsplan, gesammelt werden. Die Teilnehmer waren sich einig das nur eine gemeinsame Arbeit zum Ziel führen kann.

Bernd Schmidt und Rainer Stoodt vom Hessischen Tauchsportverband e. V. (HTSV) hatten mit Ihrem Fachwissen großen Anteil an der Diskussion. Der Vorschlag von Rainer zu sog. Enclosure Versuchen fand Anklang, um Unterwasserpflanzen und Armleuchteralgen kontrolliert beobachten zu können. Dazu würden 2-3 unterschiedliche Areale des Seeboden mit Drahtkörben eingehaust um sie gegen Einflüsse durch Fische abzuschotten. Ziel ist der Vergleich des Pflanzenwachstums +/- Enclosure.

Zu dem schon geplanten Seminar des HTSV mit dem Thema Makrophytenindex wurde noch ein weiteres am Wechselsee in Aussicht gestellt. Im Spätsommer wird eine weitere Untersuchung zur Gewässerchemie vom VHF geplant.

Mein persönliches Fazit:
Mit Hilfe des HTSV und VHF könnten die Seenutzer in die Lage versetzt werden, die gemeinsame konstruktive Arbeit aufzunehmen. Mir wichtig sind auch die gegenseitige Anerkennung und Vertrauen aller Beteiligten. Das ist im Hinblick des Daten- und Wissensaustausches eine Grundlage des „Projektes“.

Karl Schwebel