Es geht weiter im ProjektWechselseeFischereiTauchen

Am 13. April wurde der Enclosure Versuch gestartet,  mit dem mögliche Einflüsse auf die Caraceen Bestände im Wechselsee untersucht werden sollen. Die Idee zu diesem Versuch wurde im Januar bei einer Arbeitsrunde von Anglern und Tauchern besprochen.

 

Video: Karl Schwebel

Jetzt trafen sich beide Nutzergruppen am See um zunächst die Käfige mit Hinweisschildern zu versehen und die Standorte im See festzulegen. Die Käfige stammen vom Kaninchenzuchtverein Biebesheim

 

Foto: Karl Schwebel

Die Akteure unter Wasser schlüpften in ihre Trockentauchanzüge und machten sich bereit zur Arbeit.

Foto: Karl Schwebel

Video: Karl Schwebel

An den vorbestimmten Punkten wurden die Käfige versenkt und gut verankert.

Um die Entwicklung zu beobachten werden nun regelmäßige Tauchgänge erfolgen.

Foto: Rainer Stoodt

Video Karl Schwebel

Einen Bericht zur dieser Aktion finden Sie auch auf der Internetseite des Hessischen Tauchsportverbandes – bitte klicken Sie hier

Schutzzonen für Wasserpflanzen
im Pilotprojekt vom 13.04.2019

Präsentation von Marco Argentino SFV Petri-Heil Biebesheim

Tauchen für den Naturschutz

Am 22. Januar wurde in Biebesheim das ProjektWechselseeFischereiTauchen ins Leben gerufen. Taucher und Angler trafen sich im Anglerheim, um die unterschiedlichen Sichtweisen zum Zustand des Sees zu diskutieren und auszutauschen.

Grundlage war zunächst die Ergebnisvorstellung der Untersuchung aus 2018, die auf Anregung beider Gruppen vom Verband Hessischer Fischer e. V. (VHF) am Wechselsee durchgeführt wurde. Dabei wurden sowohl Daten der am Photometer gemessenen chem. Parameter erläutert, als auch Grafiken zur Tiefenprofilmessung.

In der sehr offenen Diskussion wurden die Rahmenbedingungen wie Badenutzung, Landwirtschaft, Einträge aus der Luft und Wasservögel angesprochen.

Die fischereiliche Bewirtschaftung entwickelte sich dann zu einem weiteren Diskussionsthema. Die unterschiedlichen Ansichten bzgl. des Gewässerzustandes wurden vom Tauchsport und der Fischerei detailliert dargestellt.  Dabei zeigten sich zwischen den Nutzergruppen die erwarteten unterschiedlichen Meinungen, als auch innerhalb derer! Man war sich aber einig das nicht ein einzelner Einfluss auf den See wirkt, sondern eine Vielzahl an Faktoren.

So wurde auch klar, dass Daten/Fakten/Bilder etc. gesammelt und erarbeitet werden müssen, um alle auf den gleichen Sachstand zu bringen. Diese Daten könnten in einem Dokument, nennen wir es Gewässernutzungsplan, gesammelt werden. Die Teilnehmer waren sich einig, dass nur eine gemeinsame Arbeit zum Ziel führen kann.

Bernd Schmidt und Rainer Stoodt vom Hessischen Tauchsportverband e. V. (HTSV) hatten mit Ihrem Fachwissen großen Anteil an der Diskussion. Der Vorschlag von Rainer zu sog. Enclosure Versuchen fand Anklang, um Unterwasserpflanzen und Armleuchteralgen kontrolliert beobachten zu können. Dazu würden 2-3 unterschiedliche Areale des Seebodesn mit Drahtkörben eingehaust, um sie gegen Einflüsse durch Fische abzuschotten. Ziel ist der Vergleich des Pflanzenwachstums +/- Enclosure.

Zu dem schon geplanten Seminar des HTSV mit dem Thema Makrophytenindex wurde noch ein weiteres am Wechselsee in Aussicht gestellt. Im Spätsommer wird eine weitere Untersuchung zur Gewässerchemie vom VHF geplant.

Mein persönliches Fazit:
Mit Hilfe des HTSV und VHF könnten die Seenutzer in die Lage versetzt werden, die gemeinsame konstruktive Arbeit aufzunehmen. Mir wichtig sind auch die gegenseitige Anerkennung und Vertrauen aller Beteiligten. Das ist im Hinblick des Daten- und Wissensaustausches eine Grundlage des „Projektes“.

Karl Schwebel