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Zu Gast beim AV “Äsche” Gensungen-Felsberg e. V.

Bei 32 Anmeldungen trafen sich letzendlich 28 interessierte Angler – einige altgediente Gewässerwarte, aber auch viele, die neu in ihr Amt gewählt wurden – am 24. Juni 2017 an den Teichen des AV „Äsche“.

Zu Beginn stellten sich die Teilnehmer kurz vor und äußerten ihre Erwartungen an den Lehrgang. Währenddessen konnten die üblichen Formalitäten erledigt werden.

Da die Praxis bei diesem Lehrgang im Vordergrund stehen sollte, gab es nur eine kurze Einführung in die Thematik, z. B.:
– wozu dient eine Gewässeruntersuchung?

– weshalb chemisch und biologisch?

– wann und wie oft? ( Berücksichtigung der Jahres- und Tageszeiten, Wetterlage usw.)

– wie unterscheiden sich Bach und Fluss sowie Teich mit bzw. ohne Zu- und Ablauf?

– wo im Gewässer?

– welche Parameter/Werte sind wichtig?

– welche Aussagen/Rückschlüsse lassen die Messungen zu?
– wie dokumentieren?

Nach der Demonstration einzelner Bestimmungen konnten mit insgesamt 7 Kompaktlaboren (Kompaktlabor für Wasseruntersuchungen – Merck 111151) in kleinen Gruppen an verschiedenen Stellen der Teiche Proben genommen werden und jeder Teilnehmer führte selbst die Untersuchungen durch. Dabei gab der Lehrgangsleiter den einzelnen Gruppen ergänzende Hinweise und Tipps zur Durchführung bzw. beantwortete aufgekommende Fragen, beispielsweise wie die Funktionsfähigkeit der Reagenzien überprüft werden kann (Volldüngerlösung – Blaukorn o.ä. – als Positivkontrolle).

Im Anschluss an die Mittagspause wurden die Messwerte der einzelnen Gruppen verglichen, die Bedeutung und Zusammenhänge der Messwerte erläutert, unterschiedliche Ergebnisse diskutiert und eventuelle Fehlerquellen benannt.

Somit können die im Kurs erworbenen praktischen Fertigkeiten und Kenntnisse sowie die vermittelten Informationen zu den gemessenen Daten bei den vereinsinternen Gewässeruntersuchungen angewandt und für deren Interpretation genutzt werden.

Ein Problem vieler Angelvereine, die Teiche bewirtschaften, ist die zunehmende Verkrautung durch Unterwasserpflanzen (Wasserpest, Hornkraut u.a.).Diese erschweren nicht nur das Angeln, sondern haben auch negativen Einfluss z.B. auf den Sauerstoffhaushalt des Gewässers.
Zum Abschluss des Seminars wurden deshalb Lösungsstrategien gegen die zunehmende Verkrautung ausgetauscht und diskutiert.

Im nächsten Jahr – Sommer 2018 – soll es wieder eine biologische Gewässeruntersuchung geben, dann zu Gast beim ASV Grebenstein.

Herzlichen Dank an Timo Koch und seine Helfer, die Gastfreundschaft des AV Äsche Felsberg-Gensungen ist sehr zu loben, z.B. gab es zur Mittagspause gegrillte Bratwurst und Getränke zu vereinsüblichen Preisen.

Herbert Laukel

Alle Teilnehmer auf einen Blick

Die Abschlussbesprechung in gemütlicher Runde
Fotos: Herbert Laukel