Verbandsgewässer Heegstücksee bei Biebesheim

 
 
Das Gewässer liegt in der Gemarkung Biebesheim, Landkreis Groß - Gerau (GG). Zu finden auf dem Messtischblatt Nr. 6216, Ort: Gernsheim (Amtl. Topograph. Karte 1:25000).

Der See ist durch Kies- und Sandgewinnung entstanden. Bei einer Größe von rund 13 ha beträgt die vorherrschende Tiefe 6 - 8 m, max. Tiefen bis 14 m.
Der Heegstücksee hat in Nord/Süd Richtung eine Ausdehnung von ca. 800 m Länge, im Westen liegt parallel der Rhein. Das Südufer ist etwa 350 m breit, das Nordufer ca. 150 m. Die rundum befischbare Uferlinie beläuft sich auf ungefähr 2.3 km.
Das Gewässer liegt in dem Landschaftsschutzgebiet Hessische Rheinuferauen und unterliegt somit den geltenden Bestimmungen.

Die gleichförmige Uferlinie ist flach bis mittelflach, seltener steil abfallend. Hauptsubstrate sind Sand und Kies, in den Tiefen Faulschlamm.
Bei Rheinhochwassern wird das Gewässer über eine Flutmulde zum Rheinstrom im westlichen Bereich eingestaut. Bei sehr starken Hochwassern wird das Gewässer komplett von Westen her überflutet. Bei diesen Gegebenheiten werden dem Heegstücksee große Mengen nährstoffreiches Sediment zugeführt das sich dann dort absetzt. In solchen Jahren wird dadurch bei steigenden Wassertemperaturen eine enorme Algenblüte ausgelöst, die im Sommer zu starker Sauerstoffzehrung im Tiefenbereich führt.

An submersen Wasserpflanzen werden kammförmiges und spiegelndes Laichkraut sowie starrer Hahnenfuß angetroffen. Diese Arten bilden einen Pflanzengürtel entlang des gesamten Ufers.

Durch Elektrobefischungen und Auswertung der Fangstatistik wurden folgende Fischarten nachgewiesen:
Aal, Brachsen, Güster, Döbel, Flussbarsch, Kaulbarsch, Sonnenbarsch, Hasel, Hecht, Karpfen (Zuchtform), Rapfen, Rotauge, Rotfeder, Schleie, Wels, Zander
Es kommt der nichtheimische Kamberkrebs vor.
Die Elektrofischerei wird durch den Verband selbst durchgeführt und die Fischereiaufsicht wird durch Mitglieder des VHF sicher gestellt.

Die Besatzmaßnahmen der letzten Jahre bestand in der Masse aus Karpfen, Zander und Rotaugen.
Die natürliche Fortpflanzung vieler Arten ist u.a. durch starke Kormoraneinflüge beeinträchtigt. Durch die Vergrämung hat sich die Situation leicht entspannt, was sich in der Fangstatistik niederschlägt.
Insgesamt zeigt sich ein Trend im Bestand hin zu großen Karpfen, Brachsen, für den Hecht besteht ein Mindestmaß von 90 cm!

Es stehen 50 Jahreskarten zur Verfügung. Es wird darauf hingewiesen, dass die Fangkarte nach Saisonende beim Verband abzugeben ist. Nur dann wird der entspr. Person eine neue Jahreskarte ausgestellt. Die Fangstatistik wird zur Fortschreibung des Hegeplanes benötigt. Der evtl. Besatz und die gesamte Bewirtschaftung sind unter Auswertung und Berücksichtigung dieser Daten zu planen.

Die Karten sind zu bestellen bei: Helmut Wegerle, Alter Lorscher Weg 23, 68623 Lampertheim; Mail: h.wegerle@hessenfischer.net

Erlaubt ist das Fischen mit 2 Ruten, davon 1 Raubfischrute
Nicht erlaubt sind das Bootsangeln und das Fischen mit Kosak
Es besteht eine Fangbegrenzung von 3 Regenbogenforellen / Tag
Gültig sind die Bestimmungen des HFischG und der HFO