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5. Tag der Jagd und Fischerei 2016

 
Geschichte von Jagd, Fischerei, Holz und Forstwirtschaft lockte zahlreiche Besucher
 

Der 5. Tag der Jagd und Fischerei am 11. September 2016 im Wildpark Knüll war Anziehungspunkt für eine Vielzahl von Besuchern und damit natürlich an diesem Wochenende einer der Publikumsmagneten im nordhessischen Knüllgebiet. Mit Freude und Stolz konnten die Veranstalter, die drei Kreisjagdvereine Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain im Schwalm-Eder-Kreis, der Verband Hessischer Fischer e.V. in Verbindung mit dem Anglerverein Borken (Hessen) und dem Schwalm-Eder-Kreis als Träger des Wildparks sich über die steigende Beliebtheit ihrer jährlichen herbstlichen Veranstaltung freuen. Viele Besucher, vor allen Dingen Familien mit Kindern, nutzten das naturnahe Ambiente des Wildgeheges mit seinen Natur- und Umweltbildungseinrichtungen und der leistungsstarken Gastronomie, um sich über Fisch und Wildbret als die gesündesten Lebensmittel zu informieren. Daneben boten zahlreiche Aktivitäten, an denen sich vor allen Dingen auch Hessen-Forst durch das Forstamt Neukirchen engagiert beteiligte, die Möglichkeit, Näheres über die Geschichte von Holz, Forstwirtschaft, Jagd und Fischerei zu erfahren. Dabei kamen natürlich auch die Gaumenfreuden nicht zu kurz. Kostproben von veredelten Fisch- und Wildbretprodukten wurden angeboten und fanden wieder einmal starken Zuspruch. Eine vielfältige, auf Fisch und Wildbret abgestimmte Speisekarte der Wild-parkgastronomie sorgte für das bewusste Erleben des Tags mit wirklich allen Sinnen.

Der Hausherr des Wildparks Knüll, Landrat Winfried Becker, und der Präsident des Landesjagdverbandes Hessen, Prof. Dr. Jürgen Ellenberger, sowie Axel Keller für den Verband Hessischer Fischer e.V. machten in ihren Grußworten eindrucksvoll deutlich, welche vielfältige Bedeutung derartige Veranstaltungen haben. Dabei kamen neben der Information und Aufklärung über die Bedeutung der nachhaltigen Nutzung der Natur besonders die Zusammenarbeit und der Zusammenhalt der Naturnutzer, gleichgültig ob Land- oder Forstwirte, Angler oder Jäger, Sportler oder Er-holungssuchende, mehr als deutlich zum Ausdruck. Die ständig steigende Beliebtheit zeige den Veranstaltern einmal mehr, dass Information und Aufklärung auch zukünftig und auf Dauer notwendig sind, auf fruchtbaren Boden fallen und das Interesse an den gesunden Produkten der Natur stetig außerordentlich positiv beeinflussen und fördern.

Im Rahmen der Darstellung der Geschichte von Holz, Forstwirtschaft, Jagd und Fi-scherei wurden durch HessenForst, die Falknerei Schanze, die Bogensportvorführungen durch das Nomadencamp von Michael Woisitschleger und alle Veranstaltungsverantwortlichen eindrucksvoll ein Querschnitt über die Entwicklung in den letzten Jahrhunderten vermittelt.

Ein besonderer Höhepunkt waren dabei die Gesprächsrunden mit dem Sprachforscher und Kenner des ländlichen Raums Prof. Dr. Dingeldein von der Uni Marburg, der unter dem Motto "Wie man in den Wald hineinruft ………….."- Spiegelung von Wald, Jagd und Fischerei in Wortschatz und Redensarten - einen Einblick in die vielfältigen Auswirkungen dieser seit alters her unverzichtbaren menschlichen Aktivitäten auf das heutige deutsche Sprachgut vermitteln konnte.

Der Wildpark Knüll erwies sich einmal mehr als idealer Standort für die Durchführung des Tags der Jagd und Fischerei. Dabei kam in diesem Jahr dem dort vorhandenen Wolfsgehege durch die Darstellung der Auswirkungen des natürlichen Wolfsverhaltens auf die geschichtliche Entwicklung der menschlichen Jagdaktivitäten eine besondere Bedeutung zu.

Auch der Lernort-Natur-Wagen durfte natürlich nicht fehlen und erfreute sich großer Beliebtheit. Die Wildparkrally mit attraktiven Preisen und die Kreativstände für die jungen Besucher sorgten dafür, dass gerade den Familien mit Kindern die Bedeu-tung der Natur und der in ihr beheimateten natürlichen Ressourcen in Form von Tieren und Pflanzen sowie deren nachhaltig Nutzung näher gebracht werden konnten.

Selbstverständlich bestand auch wieder die Möglichkeit, veredelte Produkte von Fisch und Wildbret zu erwerben und als schmackhafte Erinnerung an den Tag der Jagd und Fischerei mit nach Hause zu nehmen. Daneben konnte man natürlich auch wieder bei der Fischräucherei und dem Fischfiletieren zusehen und Kostproben er-haschen.

Was aber wäre eine naturnahe Veranstaltung im Wildpark Knüll ohne die Klänge der Jagdhörner. Eindrucksvoll und musikalisch auf hohem Niveau umrahmten die Jagd-hornbläserkorps der Kreisjagdvereins Fritzlar-Homberg und der Bläsergemeinschaft Hubertus Melsungen / Fuldaederspitze Guxhagen im KJV Melsungen unter der Leitung von Roland Baumunk und Andreas Geiser den diesjährigen Tag der Jagd und Fischerei.
Und was wäre der Tag der Jagd und Fischerei ohne materielle Hilfe. Ein besonderer Dank gilt der Naturlandstiftung Hessen - Kreisgruppe Schwalm-Eder e.V., die die Veranstaltung sehr großzügig unterstützt hat.

Schon jetzt darf man sich auf den nächsten Tag der Jagd und Fischerei im Jahr 2017 freuen, der neben der Werbung für Fisch und Wildbret die vielfältigen Möglich-keiten der Nutzung von Holz in der Kunst, Musik oder dem Sport sowie als Energieträger näher vermitteln wird.

Werner Wittich

Meinhard Kühne achtet in seiner Bräterei darauf, dass die Wildschweinwürstchen nicht zu dunkel werden.
Nicht im Bild: Seine leckeren Fischfrikadellen

Gutgelaunt warten Ingrid Scholz und Winfried Klein darauf, den Besuchern das Filetieren und Räuchern von Fisch näherzubringen.

   
 
Wo Ingrid ist, kann er nicht weit sein. Kurt Scholz, unser Mann am
Fliegen- Bindestock

 
Fotos: M. Bechstedt