Etablierung eines Gewässerberaters an den Verbandsgewässern des Wasserverbandes Schwalm
zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)
 
Der Wasserverband Schwalm schrieb in diesen Tagen:

"Im Maßnahmenprogramm Hessen ist unter anderem festgelegt, welche Maßnahmen auf Verbesserung der Gewässerstruktur und zur Herstellung der Durchgängigkeit in den nächsten Jahren durchgeführt werden müssen. Der Wasserverband Schwalm unterstützt seit Jahren die Mitgliedskommunen bei der Umsetzung der EU-WRRL durch die Mitfinanzierung von zahlreichen Renaturierungsmaßnahmen. Allerdings bleibt noch viel auf dem Weg zum guten ökologischen Zustand zu tun. Hierbei möchten die hessischen Wasserbehörden die Kommunen und Verbände unterstützen."

Das Land hat nun ein Projekt "Gewässerberater" aufgelegt, das den Kommunen und Verbänden helfen soll, die Umsetzung der WRRL durch Erarbeitung vom Empfehlungen zu erleichtern. Für den Bereich des Wasserverbandes Schwalm wurde das Ingenieur- und Planungsbüro UIH aus Höxter beauftragt, diese Beratungsarbeit zu übernehmen.
Am 20. März 2013 fand hierzu eine Auftaktveranstaltung in Homberg statt. Naturschutzverbände und Vertreter der Fischerei waren zahlreich gekommen. Doch die, die es eigentlich vorrangig angeht, die Kommunen, blieben in großem Maße der Veranstaltung fern. Dies zeigt das Desinteresse an der Umsetzung der WRRL. Hier bleibt noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, dafür ist das Büro nun beauftragt.
Im Frühjahr dieses Jahres werden Vertreter des Büros, zusammen mit Kommunen, Schwalmverband und Verbänden Maßnahmen verorten und Vorschläge unterbreiten. Für den Bereich der Hegegemeinschaft Untere Schwalm wird diese einbezogen, die ihrerseits relevante örtliche Vertreter mit der Teilnahme beauftragen kann. Hierzu gehören die Fischereiberechten und die Bachpaten an den Wasserkörpern von Schwalm, Efze, Olmes, Urff und Gilsa.
Für den Bereich der Oberen Schwalm gibt es derzeit noch keine Hegegemeinschaft. Hier muß für die Wasserkörper Schwalm, Wohra, Grenff, Antreff, Steina und Wiera zuunächst noch die Kreisgruppe des VHF mit ihrem Naturschutzbeauftragten die Arbeit übernehmen.
Vielleicht wird nun die vom Land zu 100% finanzierte Beratungsarbeit helfen, endlich die Gemeinden zu bewegen, sich verstärkt für die Umsetzung der WRRL einzusetzen und die Kofinanzierung von max. 20 % zu übernehmen, an der sich der Schwalmverband mit 50% beteiligt.

Gert Wenderoth
Vorsitzender HG US