Recht
 
 

Gehölzschnitt - Gesetzliche Vorschriften unbedingt beachten!

 
Spätherbst und Winter sind Zeiten für den Gehölzschnitt. Sei es, daß etwa ein Gehölz auf den Stock gesetzt werden soll, daß Auslichtungen erforderlich sind oder daß auch der eine oder andere Baum gefällt werden muß. Dabei müssen jedoch unbedingt die zeitlichen Vorgaben von § 39 Abs. 5 Nr. 2 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) beachtet werden:

(5) Es ist verboten,
1. …
2. Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten
Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit
vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen; zulässig
sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder
zur Gesunderhaltung von Bäumen,
3. …


Angelvereine sollen deshalb ihre Arbeitseinsätze für derartige Pflegemaßnahmen unbedingt so planen, daß diese vor dem 01. März abgeschlossen sind!
Erfahrungsgemäß wird nicht selten in Unkenntnis gegen diese Vorschrift verstoßen, was in der Regel einigen Ärger mit der Naturschutzbehörde in Form eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens nach sich zieht. Die Geldbuße beträgt in solchen Fällen bis zu 10.000 € (§ 69 Abs. 6 BNatSchG).

Zeichnet sich ab, daß geplante Arbeiten wegen äußerer Umstände (beispielsweise witterungsbedingt) nicht rechtzeitig zu Ende gebracht werden können, sollte mit der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde Kontakt aufgenommen werden. Diese kann eine Fristverlängerung auf dem Weg einer Befreiung genehmigen.
Übrigens gilt dieselbe Frist auch für das Zurückschneiden von Röhrichten (§ 39 Abs. 5 Nr. 3 BNatschG).

LRP