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Hessischer Verdienstorden für Winfried Klein

 
"Da Fische nicht schreien können, muss ich laut werden"!
 

Eine hohe Auszeichnung wurde Winfried Klein für sein unermüdliches Engagement im Artenschutz zuteil. Manuel Lösel, Staatssekretär im Kultusministerium Hessen, zeichnete Winfried Klein auf Empfehlung des Kreisnaturschutzbeirates Limburg/Weilburg im Rahmen einer kleinen Feier mit den Hessischen Verdienstorden aus.

Der Runkeler hat sich vielfach ehrenamtlich engagiert, hob Lösel die Bedeutung des Ehrenamts hervor. Jeder dritte Hesse sei im Ehrenamt unterwegs, ohne dieses Engagement wäre das Land um vieles ärmer. Für die "Leuchttürme" unter den Ehrenamtlichen, die mit ihrem Engagement herausragen aus der Menge, habe das Land Auszeichnungen wie diese geschaffen, erklärte der Staatssekretär und ließ eine Aufzählung der Ehrenämter von Winfried Klein folgen.

Dessen große Leidenschaft ist die Fischerei. Bereits seit 1960 ist er Vorstandsmitglied des Fischerei-Sportvereins Oberlahn und seit über 30 Jahren als Gewässerwart für 42,8 Kilometer der Lahn und die umliegenden Stillgewässer verantwortlich.
1985 gründete er die Interessengemeinschaft Lahn, einen länderübergreifenden Zusammenschluss von 44 Fischereivereinen mit insgesamt 8000 Mitgliedern, deren Vorsitzender er bis heute ist. Auch im Bereich Naturschutz ist Klein engagiert, unter anderem im Naturschutzbeirat und in der Arbeitsgemeinschaft der Naturschutzverbände sowie in der länderübergreifenden Arbeitsgruppe zur Verbesserung des Fischaufstiegs in der Lahn. Darüber hinaus ist Klein seit 20 Jahren Pressereferent im Präsidium des Verbandes Hessischer Fischer e.V. sowie Fischereiberater des Landkreises Limburg-Weilburg, wo er unter anderem als Mitglied im Prüfungsausschuss der Fischerprüfung tätig ist.
Für sein Engagement ist Klein bereits mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem 1999 mit dem Bundesverdienstorden am Bande und 2010 mit dem Landesehrenbrief.

"Ich finde es großartig, wenn Menschen sich einsetzen für Dinge, die ihnen wichtig sind", sagte der Staatssekretär und verwies auf die Nachhaltigkeit des Themas Gewässerschutz und Fischerei.

"Ich werde meine Aktivitäten nicht einstellen", kündigte der frisch Ausgezeichnete an. "Gewässer sind die Lebensader, ihre Vielfalt so groß wie in keinem anderen Lebensraum sonst. Das mache diesen Ort so schützenswert. In Hessen hört der Artenschutz an der Wasseroberfläche auf, Fische haben keine Lobby, sind nicht spendentauglich wie Jungtiere oder Vögel. Zerstückelte Aale und geplatzte Jungfische nach Turbinendurchgang sind eher Ekel erregend und zwingen zum Weggucken. Wegschauen und Tatsachen verdrängen gehört bei diesem Thema im Hessischen Umweltministerium zur Zeit zum "face saving". Ich werde weiter zum Hinschauen drängen und auch in Zukunft für unsere stumm leidenden Mitgeschöpfe laut werden," so Winfried Klein abschließend.

ghs

 
   
Dankend nahm Frau Klein an der Seite Ihres Mannes den Blumenstrauß
von Herrn Staatssekretär Manuel Lösel entgegen mit den Worten:
"Manchmal muß ich auch laut werden, wenn die Aktivitäten meines Mannes zuviel werden."


Foto: ghs