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Neue Hessische Jagdverordnung

 
Schlechte Botschaft für Rebhuhn, Hase, Hamster und Co. . .
 

Die neue Hessische Jagdverordnung ist eine schlechte Nachricht für viele Offenlandarten. Durch die unter Schutz gestellten Prädatoren wie Hermelin, Baummarder, Iltis und Mauswiesel sowie die stark eingeschränkte Bejagung von Fuchs, Waschbär, Steinmarder und Mink ist ein starker Rückgang von Wiesenvögeln, Ackervögeln und den Vögeln, die auf Sonderstandorte z.B. Gewässer angewiesen sind, zu erwarten.
Im Interesse des Schutzes und Erhalts rückgängiger Vogel- und Säugetierarten müssen sich endlich wissenschaftliche Erkenntnisse und das Verständnis dafür durchsetzen, dass in einer dicht besiedelten Kulturlandschaft in bestimmten Fällen der Artenschutz, ohne regulierenden Einfluss des Menschen nicht zu gewährleisten ist. Es ist unbestritten, dass intensive Landwirtschaft, hohe Nutzung durch Freizeitsportler, Erholungssuchende sowie der zunehmende Landverbrauch primär für den Rückgang vieler Arten mitverantwortlich ist. Es ist aber auch nachgewiesen, dass der Einfluss von Krähen, Elstern und Haarraubwild den Niedergang dieser Arten regional beschleunigt, wenn dem nicht jagdlich nachhaltig entgegengewirkt wird.
Es zeugt von mangelhaftem Demokratieverständnis bei den Verantwortlichen im Hessischen Landtag, wenn gut begründete Argumente den ideologisch geprägten Naturschutzvorstellungen weichen müssen und praxisorientierten Forderungen zum Schutz der Biodiversität nicht entsprochen wird. Es wird immer deutlicher das für die Hessische Biodiversitätsstrategie die falschen Personen werben.

Günter Hoff-Schramm


Die Bejagung des Kormorans ist eine von vielen naturschutzfachliche
Maßnahmen um den Rückgang der Aalbestände sowie anderer gefährdeter
Fischarten in hessischen Gewässern aktuell aufzuhalten, zumindest bis
andere langfristige Maßnahmen greifen.

Foto: FV Bad Hersfeld