Zwei Erfolgsgeschichten unserer Mitgliedsvereine

 
Positive Berichterstattung ist in der heutigen Zeit oftmals Mangelware, überall werden in unserem Alltag Problem(chen) oder Schwierigkeiten aufgetürmt. Unsere Mitgliedsvereine tragen in ihrer Region und Kommune zu einem positiven Image der Hessenfischer bei. Erfolge in der Vereins- oder Jugendarbeit, im Gewässer- und Fischartenschutz gibt es mannigfaltig.

Exemplarisch seien hier nur zwei Beispiele im Artenschutz aufgezeigt.

Die Kreisgruppe Werra macht schon seit über 40 Jahren einen jährlichen Aalbesatz auf rund 80 km Flusslänge. Zwischen Witzenhausen und Landesgrenze Thüringen und bei Wommen - Herleshausen. Über lange Zeit wurde mit Satzaalen gearbeitet, die nachweislich die Salzkonzentrationen besser tolerierten, um nach der Wende den Besatz mit Farmaalen weiter durchzuführen. Zuletzt wurden über 20000 Tiere von den Vereinen besetzt. Der Besatz wird durch die Werra Fischereigenossenschaft und die Pächtervereine finanziert.
Die ursprünglichen Gründe für diesen Besatz rührten aus der besonderen Situation der Werra. Aufgrund der starken Versalzung des Flusses war gar keine andere "Bewirtschaftung" möglich. Bemerkenswerterweise wurde früher auch die Regenbogenforelle erfolgreich besetzt, sie zeigte sich in diesem Milieu relativ standorttreu. Die KG Werra hat unglaublich früh die Notwendigkeit einer Gemeinschaft erkannt, und ist somit auch ein Vorläufer der heutigen Hegegemeinschaften.

Gleiches Thema, anderer Fluss. Aufgrund einer Initiative der Rheinanliegervereine kam ein Arbeitskreis zusammen mit der Hessischen Landgesellschaft wieder in Gange. Dabei wurde in 2015 die Idee geboren, im Rahmen des Aalmanagementplanes Hessen im Rhein einen Aalbesatz durchzuführen. Wir berichteten ausführlich im Hessenfischer September 2016.

Auf der kürzlich stattgefundenen Sitzung mit der HLG am 08.11.2016 gaben HLG und die Obere Fischereibehörde des RP Darmstadt bekannt, das auch in 2017 und 2018 diese Maßnahme in noch größerem Umfang durchgeführt und finanziell vom Land Hessen getragen wird. Das ist mithin ein großer Verdienst der gemeinschaftlichen Arbeit der teilnehmenden Personen.Die Aktion muss auch im Rheingau intensiviert werden. Aus diesem Grunde sind die Angelvereine im Rheingau dringend aufgefordert, zusammen mit den Hessenfischern der Mainspitze, Ried und Bergstraße diese Aktion zu tragen.

Ich bitte hier ausdrücklich um Kontakte der Vereine im Rheingau zum Verband Hessischer Fischer.

Karl Schwebel
VHF-Referent Gewässer Süd